"... was das Wesen einer Profession ausmacht, (ist) die Verpflichtung auf etwas anderes als ihr Eigeninteresse."  (Bioethiker Prof. Dr. med. Edmund D. Pellegrino, 1920-2013, u.a. International Bioethics Committee der UNESCO)


Unsere Ziele - unser Anspruch

Strahlenschutzkurse haben zum Ziel, einen breiten interdisziplinären und berufsgruppenübergreifenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu bieten und mit fundierten, wissenschaftlich begründeten Fakten zu untermauern. Sie bewegen sich im Spannungsfeld zwischen medizinisch notwendigen Strahlenanwendungen und deren Risiken für Patient und Personal.  Angesichts stetig wachsender Strahlenexposition der Bevölkerung durch medizinische Strahlenanwendungen in der Radiologie und Nuklearmedizin müssen die Zielsetzungen des ALARA1 ( Exposition so gering wie vernünftigerweise möglich)  mit den Erfordernissen der modernen medizinischen Bildgebung (Indikation, Dosisminimierung und Untersuchungsoptimierung, ausreichende diagnostische Qualität ) mit dem Machbaren im Strahlenschutzes in Einklang gebracht werden. Das erfordert in den Kursen die Vermittlung solider theoretischer Kenntnisse, die Einbringung praktischer Erfahrung von Kursteilnehmern und Dozenten und die gemeinsame kritische Aufarbeitung typischer Strahlenanwendungen in der Medizin. 


Wir möchten, dass Sie …

  • medizinisch, geräte- und untersuchungstechnisch sowie strahlenschutzrechtlich auf dem neuesten Stand bleiben

  • wissen, wie strahlenschutzrechtliche Vorgaben zur Indikation, Dosisminimierung und Untersuchungsoptimierung zweckmäßig in Ihre Arbeit einfließen können

  • die Möglichkeiten beherrschen, die Sie und Ihre Patienten vor unnötiger Strahlenexposition schützen

  • mit uns Strategien und Lösungen für Probleme der Arbeitssicherheit und des Strahlenschutzes entwickeln, die durch die Ökonomisierung der Medizin, Arbeitsverdichtung und Kompetenzüberforderung der Mitarbeiter enstehen können


Kommunikation - wir reden miteinander, nicht übereinander

Unsere Teilnehmer werden in der vertraulichen, kollegialen Kursatmosphäre mit bewährter Didaktik erfahrener Dozenten ermutigt, aus ihrer beruflichen Praxis zu berichten. Auf dieser Basis gewinnt die Vermittlung der behördlich vorgegebenen Lehrinhalte an Praxisbezug. Konzentriertes Arbeiten (Kursgrößen durchschnittlich 15-25 Teilnehmer) ist ebenso gewährleistet wie die fachliche kollegiale Diskussion, bis hin zum Einbringen praktischer Tipps aus Personalführung und Patientenmanagement in Klinik und Praxis. In den Evaluationen unserer Kurse ist belegt, dass sich in dieser mitunter kurzweiligen Kursgestaltung sowohl der einzelne Kursteilnehmer als auch der Dozent mit dem Anspruch der Wissensvermittlung wiederfindet. 

Die kritische Würdigung des Strahlenschutzrechts aus Sicht der alltäglichen Praxis wird dadurch lebendig und für den Kursteilnehmer und sein eigenes Arbeitsumfeld relevant. Dieses didaktische Konzept, welches den Kursteilnehmer persönlich und mit Medienunterstützung aktiv in das Kursgeschehen einbindet, ist ein wesentliches Moment unserer Kursphilosophie und unseres Anspruchs.  Unsere Kurse sind gemäß Fortbildungsordnung der Ärztekammern frei von Interessenskonflikten zwischen Dozenten, Auftraggebern und den Vollzugsorganen des Strahlenschutzrechts. Kursleiter und Dozenten unterliegen einer Verschwiegenheitspflicht. 

Wir verstehen Strahlenschutz als unverzichtbaren Baustein einer professionellen Berufsausübung, wichtiges Elemente zur Unterstützung der Strahlenschutzbeauftragten vor Ort und notwendiges Rüstzeug aller beruflich strahlenexponierter Personen. Folglich sind unsere Strahlenschutzkurse im Rahmen der vom Verordnungsgeber bestimmten Bedingungen praxisorientiert gestaltet.

Von Kollege zu Kollege - von Mensch zu Mensch

In unserem Dozententeam sind Experten aus Wissenschaft und Technik sowie erfahrene Praktiker versammelt, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und langjährige Berufserfahrung in ihre Referate einbringen. In unseren Kursen erfährt der Kursteilnehmer nicht nur den jeweiligen Stand des Wissens, sondern wird darüber hinaus auf aktuelle Entwicklungen in der medizinischen Bildgebung, der Gerätetechnik, dem Strahlenschutzrecht und auf den Wandel durch eine zunehmend Klienten-orientierte Medizin aufmerksam gemacht.  

Interaktive Präsentations-Technik - Audience Response System

Die ZARF Strahlenschutz- und Fortbildungskurse werden durch ein hochmodernes Audience Response System (ARS) unterstützt. Dieses bietet dem Kursteilnehmer zu jedem Zeitpunkt nicht nur die interaktive Beantwortung von TED-Fragen, sondern auch über die anonyme oder personalisierte Feedback-Möglichkeit Freitext-Kommentare oder Fragen an den Dozenten mit Hilfe der im Kurs benutzten Handsender (iml-Connector™) zu senden.  Der Handsender verfügt über eine Display und ein Mikrofon. Der Dozent kann optional sofort auf notwendige Erläuterungen und vertiefende Darstellungen der Lehrinhalte eingehen und umgekehrt Redundanzen vermeiden. Die abschließende Prüfung (dafür werden die Sender mit Smartcards personalisiert) wird ebenfalls mit dem ARS durchgeführt. Zur Selbstkontrolle sieht jeder Teilnehmer sein persönliches Ergebnis (Score) auf dem Display seines Handsenders.

Auch wir wollen dazu lernen

Jede Veranstaltung wird von uns wesentlich umfangreicher als behördlich verlangt mit TED-Fragen und mit Freitext evaluiert, damit wir uns stetig verbessern können. Dazu sind wir auf Ihre anonymen Rückmeldungen angewiesen. Wir freuen uns daher sehr, wenn Sie die ausgegebenen Evaluationsbögen nutzen.  Wir sind Mitglied des "Qualitätsverbund Strahlenschutzkursstätten (QSK) e.V.". Auf freiwilliger Basis unterziehen sich die QSK-Mitglieder Qualitätssicherungsmaßnahmen in Bezug auf Lehrinhalte, Didaktik, Medieneinsatz und Organisation, welche die Güte der Lehre sichern und optimieren sollen. Dazu erfolgt eine jährliche turnusmäßige Auditierung durch QSK-Mitglieder.


1 ALARA As Low As Reasonably Achievable“ (englisch für so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar)

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